1.    Homöopathische Behandlung von Neurodermitis bei Babys, Kindern und Jugendlichen
Besonders Kinder können von einer homöopathischen Behandlung profitieren, da in den ersten Lebensjahren nur wenige gesundheitsbeeinträchtigende Faktoren auf den kindlichen Organismus Einfluss genommen haben.  Auch die eventuell vorhandene Disposition einer Erkrankung wie z.B. Neurodermitis, existiert im frühkindlichen Alter erst für kurze Zeit. Unter solchen Umständen kann man mit einer homöopathischen Behandlung bereits frühzeitig ‚regulierend‘ eingreifen und bezüglich des bevorstehenden Lebens eines Kindes o. Jugendlichen positive Auswirkungen beobachten.


2.    Was ist Neurodermitis unter homöopathischen Gesichtspunkten?
Hahnemann war der Auffassung, dass äußere Krankheitserscheinungen auf der Haut wie Hautausschläge, Warzen oder Milchschorf bei Babys, die ohne eine äußere Ursache entstanden sind, ihren Ursprung in einer inneren Erkrankung haben. Er war der Auffassung, dass diese innere Erkrankung mit homöopathischen Mitteln behandelt werden solle. Von einer äußeren Behandlung mithilfe von Salben, Tinkturen o.ä. riet Hahnemann strikt ab, da Hautauschläge der sichtbare Ausdruck einer inneren Erkrankung seien und sich bei einem ‚Wegschmieren‘ des Ekzems das innere Leiden erfahrungsgemäß vergrößere. Anstelle der Hauterkrankung könne dann Asthma oder Heuschnupfen auftreten. Der Hautausschlag beschwichtige sozusagen die innere Beschwerde.


3.    Zeitfaktor einer homöopathischen Behandlung bei Neurodermitis
Viele Patienten haben zeitliche Erwartungen, die von der Schulmedizin geprägt sind: Kortison hilft schnell und die meisten Ekzem-Patienten haben lediglich diesen Ansatz als Maßstab. Sie erwarten ähnliche Zeitdimensionen bei der homöopathischen Behandlung.
Die Geduld des Patienten ist sehr wichtig, denn durch den schubweisen Charakter der Neurodermitis-Erkrankung sieht man auch im Heilungsverlauf wechselnde Phasen – mit zeitweiliger Verschlechterung. Saisonbedingte Zustände wie Pollenbelastungen oder extreme Hitze im Sommer können die Haut vorübergehend verschlimmern.
Mitunter dauert eine Behandlung 1-2 Jahre, bei Babys und kleinen Kindern kann man mit kürzeren Zeiten rechnen. Wenn der Patient über die erforderliche Behandlungszeit informiert ist, kann er sich von Anfang an entscheiden, ob er sich darauf einlassen will oder nicht.