Hahnemann hat die Behandlungsgrundsätze bezüglich akuter und chronischer Krankheiten deutlich voneinander unterschieden. 
Gerade chronische Krankheiten können ohne grundlegende Kenntnisse der Miasmentheorie  selten erfolgreich behandelt werden.

Akute Erkrankungen (Auswahl):

  • Infekte, Erkältungen
  • Fieberzustände
  • Verletzungen, die schon länger zurückliegen und manchmal unangenehme  Einschränkungen oder Restzustände verursacht haben, z.B. ungünstige Heilung nach Knochenbrüchen
  • Verletzungen, die keinen chirurgischen Eingriff erfordern bzw. nach einem chirurgischen Eingriff zur besseren Heilung
  • Verletzungen, die unmittelbar zuvor passiert sind (z.B. auf Glatteis ausgerutscht und das Steißbein geprellt)
  • vorübergehende Magen-Darm-Erkrankungen, die z.B. in Zusammenhang mit Infekten oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten stehen können
  • akute Heuschnupfensymptome (saisonal): mitunter verlangt eine Pollenallergie im Frühling/Sommer ein akutes Mittel, während im symptomfreien Intervall die zugrundeliegende chronische Allergie mit einem möglicherweise anderen Mittel behandelt werden muss
  • Prüfungsängste  (ggf. chronisch)
  • bei plötzlich auftretenden, psychisch belastenden Ereignissen, Schockzuständen, wie z.B. nach einer schlechten oder traurigen Nachricht
  • Komplikationen während der Stillzeit

 

Chronische Erkrankungen (Auswahl):

  • Neurodermitis
  • Allergien wie  z.B. allergische Rhinitis, Heuschnupfen
  • Infektanfälligkeit
  • chronische Menstruationsbeschwerden
  • Schmerzzustände (z.B. Migräne)
  • chronische Magen – Darm - Erkrankungen
  • Rückenbeschwerden
  • Entwicklungsbeeinträchtigungen-/verzögerungen bei Kindern